Freiwilligendienst von A-Z

A-C

Alter
Der Freiwilligendienst (FSJ und BFD unter 27) eignet sich für alle, die ihre Vollschulpflicht erfüllt haben und nicht älter als 26 Jahre alt sind.

Anfangszeit
Ein Freiwilligendienst beim DRK kann grundsätzlich zu jedem 1. oder 15. eines Monats begonnen werden.

Arbeitsmarktneutralität
Das Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG) und das Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) schreiben die Arbeitsmarktneutralität vor.

Arbeitszeit
Die Arbeitszeit richtet sich nach der Regelarbeitszeit einer Vollzeittätigkeit in der Einsatzstelle. Manche Einsatzbereiche (wie z.B. Krankenhaus) erfordern Wochenend-, Nacht- oder Spätdienste.

Ausbildungsplatz
Ein Freiwilligendienst (FSJ/BFD) gilt nicht als Ausbildung. Die Dienste können aber die Bewerbungschancen erheblich verbessern. Oftmals werden sie bei der Studienplatzvergabe vorteilhaft berücksichtigt. Zudem ist die Erlangung des praktischen Teils der Fachhochschulreife möglich, wenn der Freiwilligendienst 12 Monate absolviert wird.

Arbeitslosengeld II
ALG II-Empfänger können grundsätzlich am BFD und FSJ teilnehmen. Während eines BFDs sind ALG II-Bezieher nicht verpflichtet eine Arbeit aufzunehmen. Bis auf einen gewissen Selbstbehalt wird das Entgelt auf das ALG II angerechnet.

Bescheinigung (FSJ/BFD)
Jede/r Freiwillige im FSJ oder BFD erhält eine Bescheinigung über den abgeleisteten Dienst sofern er/sie diesen mindestens sechs Monate abgeleistet und an den Bildungstagen teilgenommen hat.

Bewerbung
Interessierte können sich direkt online über diese Seite für einen Freiwilligendienst beim DRK in Rheinland-Pfalz bewerben.

Bildungsseminare

siehe "Pädagogische Begleitung"

D-O

Dauer
Das FSJ und der BFD dauern in der Regel zwölf, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate.

Einsatzstellen
Der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz vermittelt je nach Interessensbereich Einsatzstellen wie beispielsweise Rettungsdienst, Krankenhaus, Seniorenzentrum, Sozialer Service, Kindertagesstätte, Ganztagsschule, Jugendhilfe, Arbeit mit Flüchtlingen u.a.

Fahrtkosten
Freiwillige erhalten einen Ausweis, der sie – wie auch ein Schüler- oder Ausbildungsnachweis – zu ermäßigten Fahrtkosten berechtigt. Teilweise gibt es auch Ermäßigungen in Kinos oder Schwimmbädern etc. – das Nachfragen lohnt sich.
Die Fahrtkosten zu den Bildungsseminaren werden nachträglich erstattet, wenn der entsprechende Fahrtkostenerstattungsantrag inkl. Anlagen bei der/dem zuständigen Bildungsreferentin/en vorliegt.

Kindergeld
Während des FSJ und BFD bleibt der Kindergeldanspruch für Freiwillige bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen.

P-Z

Pädagogische Begleitung & Seminare
Freiwilligen stehen nicht nur die qualifizierten Mitarbeiter der Einsatzstellen mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Freiwilligendienste beraten in allen Belangen rund um die Arbeit. Der Freiwilligendienst in der Einsatzstelle wird von pädagogischen Seminaren begleitet, die in der Regel 25 Tage umfassen. Für Freiwillige im BFD 27plus gibt es abweichende Regelungen. Die Seminare vermitteln soziale, persönliche und interkulturelle Kompetenzen. Zudem können sich die Freiwilligen eigene Themen erarbeiten, die sie persönlich interessieren. Darüber hinaus bieten die Seminare die Möglichkeit, andere Freiwillige kennenzulernen und sich mit ihnen über die individuellen Praxiserfahrungen auszutauschen.

Praktikum
FSJ und BFD werden auf einige sozialpflegerische und pädagogische Ausbildungen als Vorpraktikum angerechnet. Näheres ist bei der zukünftigen Ausbildungsstätte zu erfahren.

Sozialversicherung
Für die Dauer des Einsatzes werden die Freiwilligen Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Zuvor privat Krankenversicherte müssen für die Zeit des Freiwilligendienstes in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln.

Studienplatz
Wer sich auf einen Studienplatz erneut bewerben möchte, der ihm zu Beginn oder während des FSJ/BFD zugewiesenen wurde, hat Vorrang vor allen übrigen Bewerbern. Das FSJ bzw. der BFD kann auch als Wartezeit geltend gemacht werden und in manchen Fällen wird es als Vorpraktikum für einen speziellen Studiengang anerkannt.

Taschengeld
Freiwillige im Jugendfreiwilligendienst erhalten ein monatliches Taschengeld in Höhe von 380,- Euro.

Urlaub
Während des Freiwilligendienstes besteht bei einer Vollzeittätigkeit ein Urlaubsanspruch von 26 Arbeitstagen. Wird die Dauer des Dienstes verkürzt, so verringert sich auch der Urlaubsanspruch entsprechend.

Zeugnis
Die Einsatzstelle, gemeinsam mit dem Team Freiwilligendienste, stellt jedem Freiwilligen auf Wunsch ein qualifiziertes Zeugnis über den geleisteten Dienst aus. Es dokumentiert das soziale Engagement, die Leistungsbereitschaft und die erworbenen Fähigkeiten.