FSJ und BFD von A-Z

Alter
Das FSJ eignet sich für alle, die ihre Vollschulpflicht erfüllt und nicht älter als 26 Jahre alt sind.
Den Bundesfreiwilligendienst (BFD) können Männer und Frauen jeden Alters absolvieren. Sie müssen nur ihre Vollschulpflicht erfüllt haben.
 
Anfangszeit
Ein Freiwilligendienst beim DRK kann grundsätzlich zu jedem 1. oder 15. eines Monats begonnen werden.

Arbeitszeit
Die Arbeitszeit richtet sich nach der Regelarbeitszeit einer Vollzeittätigkeit in der Einsatzstelle. Manche Einsatzbereiche (wie z.B. Krankenhaus) erfordern Wochenend-, Nacht- oder Spätdienste.

Ausbildungsplatz
Das Freiwillige Soziale Jahr und der BFD gelten nicht als Ausbildung. Die Dienste können aber die Bewerbungschancen erheblich verbessern. Oftmals werden sie bei der Studienplatzvergabe vorteilhaft berücksichtigt. Zudem erlangst Du den praktischen Teil der Fachhochschulreife, wenn Du Deinen Freiwilligendienst 12 Monate machst.

Arbeitslosengeld II
ALG II-Empfänger können grundsätzlich am BFD und FSJ teilnehmen. Während eines BFDs sind ALG II-Bezieher nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen. Bis auf einen Selbstbehalt von 175,- Euro wird das Entgelt auf ALG II angerechnet.
Darüber hinaus kann ein volljähriger ALG II-Empfänger einen Beitrag von 30,- Euro monatlich als Beitrag zur privaten Versicherung absetzen.

Bescheinigung (FSJ/BFD)
Jede/r Freiwillige im FSJ oder BFD erhält eine Bescheinigung über den abgeleisteten Dienst sofern er/sie diesen mindestens 6 Monate abgeleistet hat und an den Bildungstagen teilgenommen hat.

Bewerbung
Interessierte können sich direkt online oder per Post beim DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz in Mainz für einen Freiwilligendienst bewerben.

Dauer
Das FSJ und der BFD dauern in der Regel 12, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate.

Einsatzstellen
Der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz vermittelt je nach Interessensbereich Einsatzstellen wie beispielsweise Rettungsdienst, Krankenhaus, Seniorenzentrum, Sozialer Service, Kindergarten, Ganztagsschule, Jugendhilfe, u.a.

Fahrtkosten
Freiwillige erhalten einen Ausweis, der sie – wie auch ein Schüler- oder Ausbildungsnachweis – zu ermäßigten Fahrtkosten berechtigt. Teilweise gibt es auch Ermäßigungen in Kinos oder Schwimmbädern etc. – das Nachfragen lohnt sich!
Die Fahrtkosten zu den Bildungsseminaren werden nachträglich erstattet, wenn der entsprechende Fahrtkostenerstattungsantrag inkl. Anlagen bei der/dem zuständigen Bildungsreferentin/en vorliegt.

Kindergeld
Während des FSJ und BFD bleibt der Kindergeldanspruch für Freiwillige bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen.

Pädagogische Begleitung & Seminare
Freiwilligen stehen nicht nur die qualifizierten Mitarbeiter der Einsatzstellen mit Rat und Tat zur Seite. Auch das Team Freiwilligendienste berät in allen Belangen rund um die Arbeit. Die Freiwilligendienste werden von pädagogischen Seminaren begleitet, die in der Regel 25 Tage umfassen. Für Freiwillige im BFD 27plus gibt es abweichende Regelungen. Die Seminare vermitteln soziale, persönliche und interkulturelle Kompetenzen. Zudem können sich die Freiwilligen eigene Themen erarbeiten, die sie persönlich interessieren. Darüber hinaus bieten die Seminare die Möglichkeit, andere Freiwillige kennenzulernen und sich mit ihnen über die individuellen Praxiserfahrungen auszutauschen.

Praktikum
FSJ und BFD werden auf einige sozialpflegerische und pädagogische Ausbildungen als Vorpraktikum angerechnet. Näheres ist bei der zukünftigen Ausbildungsstätte zu erfahren.

Sozialversicherung
Für die Dauer des Einsatzes werden die Freiwilligen Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Studienplatz
Wer sich auf einen Studienplatz erneut bewerben möchte, der ihm zu Beginn oder während des FSJ/BFD zugewiesenen wurde, hat Vorrang vor allen übrigen Bewerbern. Das FSJ bzw. der BFD kann auch als Wartezeit geltend gemacht werden und in manchen Fällen wird es als Vorpraktikum für einen speziellen Studiengang anerkannt.

Taschengeld
Freiwillige erhalten ein Taschengeld in Höhe von 350,- Euro.

Urlaub
Während des Freiwilligendienstes besteht bei einer Vollzeittätigkeit ein Urlaubsanspruch von 26 Arbeitstagen. Wird die Dauer des Dienstes verkürzt, so verringert sich auch der Urlaubsanspruch entsprechend.

Zeugnis
Die Einsatzstelle gemeinsam mit dem Team Freiwilligendienste stellt jedem Freiwilligen auf Wunsch ein qualifiziertes Zeugnis über den geleisteten Dienst aus. Es dokumentiert das soziale Engagement, die Leistungsbereitschaft und die erworbenen Fähigkeiten und erhöht damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

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